Bestattungszwang in Deutschland

Die Bestattungsarten Erdbestattung und Feuerbestattung kurz erläutert

Es wird zwischen Bestattungsarten und Bestattungsformen unterschieden. Bei der Wahl der Bestattungsart geben persönliche Überzeugung, Religion und Lebenseinstellung neben finanziellen Erwägungen den Ausschlag. Grundsätzlich gibt es bei der Bestattungsart die Wahl zwischen der Erdbestattung und der Feuerbestattung. Den Formen z. B. Naturbestattungen geht die Feuerbestattung voraus.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Deutschland nur die Erdbestattung. Dies ist auf das vorherrschende Christentum zurückzuführen. In weiten Teilen Deutschlands ist sie nach wie vor sehr verbreitet. Aus verschiedenen Gründen wurden Feuerbestattungen durchgeführt und werden immer häufiger. Meist genannter Grund von Kunden sind die Kosten. Diese unterscheiden sich je nach Größe, Lage und örtlichen Friedhofsgebühren. Meist wird für die Erdbestattung ein etwas aufwendiger gestalteter Sarg gewählt. Zum einen weil der Sarg im Mittelpunkt der Trauerfeier steht, zum anderen soll der Sarg die Verwesung im Erdgrab fördern. Preisliche Unterschiede gibt es auch bei den Grabarten.

Inzwischen lassen sich Feuerbestattungen auch als kirchliche Bestattungen durchführen. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche akzeptieren sie.
Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam in einem Sarg in einem Kremationsofen eingeäschert. Auf einen Sarg verzichten kann man nicht, da er dazu dient, den Verbrennungsprozess zu beschleunigen. Gemäß den Umweltbestimmungen wird von den Krematorien ein Sarg verlangt, der umweltverträgliche Merkmale aufweist. Bei der Erdbestattung und Feuerbestattung gibt es dieselben Möglichkeiten von Grabarten, die Feuerbestattung hat jedoch noch zusätzliche Varianten, über die wir Ihnen natürlich gerne Auskunft geben.

In Deutschland herrscht ein Bestattungs- und Friedhofszwang, der in den jeweiligen Bundesländern durch Gesetze und Verordnungen näher festgelegt ist.
Jeder Verstorbene und jede Asche eines Verstorbenen muss auf einem öffentlichen Bestattungsplatz beigesetzt werden, dessen Anlage genehmigt ist. Es ist in Deutschland nicht erlaubt, die Asche mit nach Hause zu nehmen oder irgendwo im Freien zu verstreuen. Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestruhefrist für Särge und Urnen vor, die je nach Bundesland variieren. Diese dient der Sicherstellung, dass am Ende der Ruhefrist keinerlei sterbliche Überreste mehr vorhanden sind. Die Zeitvorgabe richtet sich auch nach den geologischen Voraussetzungen der Friedhöfe.

Der Bestattungs- und Friedhofszwang

Der Bestattungs- und Friedhofszwang

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